Apfelessig selbstgemacht

Der erste Essig aus den Äpfeln aus unserem Garten ist so gut wie fertig und ich bin begeistert! Nur aus Wasser, Äpfeln und etwas Zucker habe ich quasi umsonst rund 2,5 Liter feinen natürlichen Essig hergestellt und es hat wirklich kaum Arbeit gemacht. Das Einzige, was ihr braucht, ist ein wenig Geduld.

Natürlich kostet der Essig im Supermarkt auch nicht die Welt, aber das Selbermachen macht einfach Spaß und ihr wisst genau, was drin ist. Mit Äpfeln aus dem eigenen Garten ist der Essig daher in Sachen Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität unschlagbar.

Apfelessig ist obendrein sehr gesund, da er sämtliche Vitamine und Nährstoffe aus den Äpfeln enthält. Drei Esslöffel davon in einem Glas warmen Wasser helfen als Hausmittel bei Halsschmerzen, er kann außerdem dabei helfen, den Blutzucker zu senken und nicht zuletzt ist er ein absolutes Wundermittel für Haut und Haare. Zudem enthält er nur rund 0,4 g Zucker auf 100 ml (zum Vergleich Balsamico-Essig: 15 g auf 100 ml!).

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Bienenwachstuch

Die erste Erkältungswelle hat unser kleiner Mann leider schon gleich mitgenommen und lange mit festsitzendem Husten zu tun gehabt. Wenn ärztlich abgeklärt ist, dass es nichts Gravierendes ist, kann man die Heilung gut mit Hausmitteln unterstützen.

Bei Husten nehmen wir für ihn gerne den Thymian-Myrte-Balsam von Ingeborg Stadelmann (gibt es in vielen Apotheken). Bald möchte ich aber auch selbst mal Hustenbalsam herstellen. Um die Wirkung vom Hustenbalsam zu verstärken, eignet sich ein Bienenwachstuch prima. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei Brustwickeln. Durch die Wärme zieht der Balsam besser ein.

Nun finden Kleinkinder das eingewickelt werden aber oft nicht besonders toll und wehren sich dagegen oder halten einfach nicht lange genug still. Daher ist das Bienenwachstuch eine super Alternative. Das gibt es im Drogeriemarkt teuer zu kaufen, man kann es aber auch sehr leicht selbst herstellen.

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Zwiebelsaft bei Halsschmerzen

Der Zwiebelsaft ist mein absolutes Lieblingshausmittel. Der Geschmack ist zwar sehr speziell, um nicht zu sagen, bääh, aber wenn´s hilft 😉 Und das tut es wirklich!

Ich hatte jahrelang mit immer wiederkehrenden Halsentzündungen und -schmerzen zu kämpfen, bis letztendlich meine Mandeln raus kamen. Ich habe in dieser Zeit alles durch probiert, aber nichts half so gut wie der Zwiebelsaft. Das war auch für mich der Anlass, öfter mal auf altbewährte Hausmittel zurück zu greifen statt auf Medikamente.

Das Geheimnis ist wohl die in der Zwiebel enthaltene Mischung aus Antioxidantien, Schwefelverbindungen und Flavonoiden, die entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzlindernd wirkt.

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Schlehengelee

Ebenso wie Hagebutten sind auch die Schlehen – auch Schlehdorn, Heckendorn oder Schwarzdorn genannt – jetzt nach den ersten Nachtfrösten erntereif. Ihr findet sie oft an Böschungen und Wegesrändern.

Da durch den Frost ein Teil der enthaltenen Gerbstoffe abgebaut wird, schmecken sie danach süßer. Sollten sie euch noch zu sauer sein, könnt ihr auch hier nachhelfen, indem ihr sie ein, zwei Nächte im Gefrierschrank einfriert. Auch wenn ihr nach dem Pflücken nicht direkt dazu kommt, sie zu verarbeiten, bietet sich das gut an.

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Kastanien-Waschmittel

Endlich habe ich es geschafft, ein paar Kastanien zu sammeln. Bei uns in der direkten (Spaziergangs-)Umgebung gibt es leider keine Kastanienbäume, aber auf einer Wanderung in der fränkischen Schweiz haben wir einen Baum entdeckt und ich konnte immerhin ein paar einheimsen. Gerade wenn man nur an einem Baum sammelt, sollte man aber immer darauf achten, noch genug für die Tierwelt übrig zu lassen.

Man kann damit nicht nur schöne herbstliche Deko arrangieren oder basteln. Die kleinen braunen Handschmeichler lassen sich auch wunderbar im Haushalt einsetzen, zum Beispiel als natürliches Waschmittel oder im Kosmetikbereich (dazu später mehr 😉 ).

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Hagebutten-Tee

Die Temperaturen sind gefallen und es geht in Richtung der ersten Nachtfröste. Das ist die perfekte Erntezeit für Hagebutten! Wenn sie bereits einen Nachtfrost hinter sich haben, schmecken sie süßer, ihr könnt sie aber auch genauso gut schon vorher ernten und entweder ein bisschen nachhelfen und sie über Nacht einfrieren oder ihr verarbeitet sie so. Je nachdem, was ihr daraus machen wollt (ein paar Rezepte werde ich euch hier noch vorstellen).

Roh essen geht zwar auch, schmeckt den meisten aber nicht so gut. Sie sind eher sauer. Vielleicht kennt ihr noch aus Kindertagen die Eigenschaft der Kerne als Juckpulver. Also ein bisschen aufpassen beim verarbeiten, sonst juckt´s  😉

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Lavendelöl

Der echte Lavendel (lavendula angustifolia) blüht nach richtigem Rückschnitt im Sommer jetzt im Spätsommer ein zweites Mal. In unseren Breitengraden werdet ihr ihn leider wohl nicht wild wachsend finden, aber falls ihr ein Exemplar im Garten oder Topf habt, könnt ihr die Gelegenheit nutzen, noch ein paar Blüten zu trocknen. In gut sortierten Teeläden oder in der Apotheke könnt ihr die bereits getrockneten Blüten aber natürlich auch kaufen.

Seine Wirkung als Hausmittel ist euch vielleicht bekannt: er hilft vor allem gegen Unruhezustände und Schlafstörungen.  Die Lavendelblüten enthalten bis zu drei Prozent ätherisches Öl. Auch das ätherische Öl gibt es natürlich zu kaufen. Dieses selbst zu machen wäre auch sehr aufwendig.

Nun ist es aber ja so, dass man ätherische Öle ohnehin nie pur auftragen, sondern immer verdünnen sollte, da sie in konzentrierter Form Haut und Schleimhaut reizen. Dies gilt natürlich auch für Schwangere und Stillende. Zudem sind reine ätherische Öle für Babies und Kleinkinder so gut wie immer ungeeignet, da sie zu Atemproblemen führen können.

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Spitzwegerich-Hustensaft

Wie versprochen, möchte ich euch heute eine weitere Anwendungsmöglichkeit für den Spitzwegerich vorstellen. Vielleicht habt ihr schon mal vom Spitzwegerich-Hustensaft gehört? Dieses Hausmittel kann man jetzt im Spätsommer noch schnell ansetzen und  ist damit für die erste Erkältungswelle im Herbst gut gewappnet. Der Spitzwegerich enthält Schleim- und Gerbstoffe, die antibakteriell und hustenstillend wirken und ist damit ein gutes Hausmittel bei Reizhusten.

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Spitzwegerich gegen Insektenstiche

Spitzwegerich findet ihr in Hülle und Fülle an Wiesen- und Wegesrändern. Er hat bis zu 30 cm lange, schmale Blätter mit fünf bis sieben Blattrippen und blattlose Stängel mit Blüten in länglichen, walzenförmigen Ähren.

Blätter des Spitzwegerichs

Er hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, die ich nach und nach vorstellen möchte. Jetzt im Hochsommer lässt er sich gut bei Insektenstichen und Sonnenbrand einsetzen. Gerade, wenn man unterwegs ist und kein Gel aus der Apotheke zur Hand hat, ist das eine schnelle, unkomplizierte und zudem kostenlose Alternative. „Spitzwegerich gegen Insektenstiche“ weiterlesen

Holunderbeerensirup

Holunderbeerensirup wird aus den reifen, schwarzen Früchten des schwarzen Holunders hergestellt (nicht zu verwechseln mit dem sog. Attich oder Zwergholunder). Die findet ihr ungefähr von August bis Oktober. Da er eine harntreibende und schweißtreibende Wirkung besitzt und entzündungshemmend wirkt, hilft er super bei Erkältungsbeschwerden oder auch Blasenentzündungen. Hierzu mischt man den Sirup nach Belieben mit Wasser, erhitzt ihn und trinkt ihn wie Tee. „Holunderbeerensirup“ weiterlesen