Fruchtleder und Fruchtschnitten

Als absoluter Süßigkeiten-Junkie fällt es mir zugegebenermaßen schwer, meine täglichen Rationen durch Gesundes zu ersetzen. Vor allem süß-saure Gummibären und Schokolade haben es mir angetan. Da müssen schon frische, sehr süße Beeren in allen Variationen auf dem Teller landen, um das ersetzen zu können. Und die gibt es ja leider nur im Sommer (ich weigere mich, mitten im Winter den importierten Schrott aus dem Supermarkt zu kaufen…).

Naja und die verschrumpelten Äpfel, die noch vom letzten Spätsommer aus dem Garten übrig sind, sind jetzt erst recht kein geschmackliches Highlight mehr. Umso mehr habe ich mich gefreut, ein Rezept zu finden, mit dem man daraus wirklich noch etwas Leckeres zaubern kann. Das Fruchtleder kommt meinen geliebten sauren Schlangen tatsächlich relativ nahe. Mein kleiner Sohn dagegen liebt Fruchtschnitten, die ja im Moment gleich neben den Quetschies auch voll im Trend sind und in jedem Supermarkt- und Drogerie-Regal bei der Baby- und Kindernahrung zu finden sind. Leider sehr teuer, wie ich finde.

So kam mir die Idee, doch beides gleich auf einmal zu machen, dann lohnt es sich auch, da der Ofen doch eine Weile laufen muss. Ich habe aber gelesen, dass zumindest ein modernes Modell bei niedrigen Temperaturen weniger Energie braucht, als man glaubt (es variiert aber stark nach Modell und Stromanbieter, so dass ich leider keine genauen Zahlen liefern kann). Was ich aber definitiv wieder der Vorteil ist: ihr wisst, was drin ist, wenn ihr es selber macht.

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Eierlikör

Ostern steht bald vor der Tür und überall geht es um Eier, also dachte ich mir, passt da mein Eierlikör-Rezept ganz gut rein. Ich mache ihn eigentlich immer eher zur Weihnachtszeit und dann eine „heiße Oma“, also eine heiße Schokolade mit Schuss oder leckere Eierlikörkugeln. Das übrig gebliebene Eiweiß kann man nämlich wunderbar in Lebkuchen verarbeiten. Aber zur Osterzeit passt er eben auch ganz gut und für das Eiweiß lade ich euch in den nächsten Tagen einfach mal wieder ein Brotrezept für ein leckeres low-carb-Eiweißbrot hoch.

Der Likör hat jetzt zugegebenermaßen nichts allzu Besonderes, was man nicht auch kaufen könnte. Wobei es da natürlich auch große Unterschiede gibt und man durchaus in den günstigen Kategorien eher Aromastoffe und Ersatzprodukte findet als echte Zutaten. Solche Zubereitungen dürfen sich dann zumindest nicht Eierlikör nennen, aber das überliest man ja leicht.

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Sauerkraut

Winterzeit ist Kohl-Zeit. Und im Kohl-Essen sind wir in Deutschland ja Weltmeister. Vor allem in Form von Kraut, weshalb wir vor allem nach dem zweiten Weltkrieg in Amerika auch „Krauts“ genannt wurden. Auch heute hört man den Begriff noch ab und zu, wobei der Konsum von Kohl und Kraut mit zunehmendem Wohlstand weniger geworden ist, es gilt als „arme-Leute-Essen“. Dabei steckt es voller gesunder Sachen.

Vor allem für die im Winter so wichtigen Abwehrkräfte: es enthält nämlich viel Vitamin C. Eine Portion (sogar gekochten Sauerkrauts) deckt 40 % des Tagesbedarfs. Zudem regt es die Darmtätigkeit an und unterstützt einen gesunden Stoffwechsel. Es kann also durchaus auch beim Abnehmen helfen. Natürlich bei ansonsten auch ausgewogener Ernährung. Dann muss man auch keine Angst vor der Anregung der Verdauung haben.

Für Schwangere, Stillende und Kleinkinder gibt es keine Einschränkungen, im Gegenteil, so manche gelüstet es in der Schwangerschaft ja nach sauren Lebensmitteln, da ist das Sauerkraut optimal.

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Mispelgelee

Kennt ihr Mispeln? Nicht zu verwechseln mit den kleinen weißen Misteln, die in den Bäumen hängen und unter denen man sich küssen muss. Mispeln gehören zur Familie der Rosengewächse und sehen ein bisschen aus wie tischtennisballgroße, bräunliche Hagebutten, zählen aber auch zu den Apfelfrüchten. Es ist ein heutzutage ziemlich in Vergessenheit geratenes Obst, das vor hundert Jahren noch in vielen Gärten zu finden war, dann aber durch Äpfel und Birnen verdrängt wurde.

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Toastbrot

Seit ich dieses Toastbrot das erste Mal gemacht habe, habe ich ungelogen nie mehr eines gekauft. Ich glaube sogar, ein im Supermarkt gekauftes Marken-Toastbrot ist verantwortlich dafür, dass ich mich mittlerweile so fürs Selbermachen interessiere.

Ich weiß jedenfalls, dass ich mal eine angebrochene Packung bestimmt vier oder fünf Wochen im Schrank hatte. Als es mir wieder in den Sinn kam und ich es heraus holte, lief es aber keineswegs davon. Es sah aus, fühlte sich an und roch wie frisch gekauft! In einer geöffneten und lose wieder verschlossenen Plastiktüte nach, sagen wir mal, mindestens 4 Wochen (die genaue Zeit habe ich mir nicht aufgeschrieben, aber es war echt lang).

Also ich weiß nicht, wie ihr darüber denkt, aber mir gab das schon zu denken. Was muss da alles an Chemie drin sein, dass das so lange frisch hält? Was zum Geier verleibt man sich da ein, wenn man das isst? Oder aber: was ist alles nicht drin? Ich meine, Pappe schimmelt ja auch nicht…

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Fränkisches Bauernbrot

Hier stelle ich euch das Rezept für mein Lieblingsbrot, ein fränkisches Bauernbrot, vor. Das Gute daran ist, dass es im Vergleich zu manch anderen Brotrezepten nicht ganz so lange dauert (man kann durchaus auch drei Tage auf ein gutes Brot warten müssen…), aber trotzdem mit sehr wenig bis gar keiner Hefe auskommt, je nach Triebstärke des Sauerteiges.

Es hat sich daher nach einigen Versuchen mit anderen Rezepten auch einfach als das praktischste erwiesen, da ich mit Kind auch nicht immer so viel Zeit und Muße dafür habe.

Seht es also bitte als praxistaugliches, relativ leicht in den Alltag zu integrierendes Abendbrot-Rezept und nicht als den Versuch eines Meisterwerkes 😉 Für solche Meisterwerke empfehle ich übrigens den Plötzblog, von dem ich auch als Anfänger viel gelernt habe und an dessen Rezepten sich meine orientieren.

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Sauerteig ansetzen

Jetzt, wo die Sammel-, Ernte- und Einmachzeit vorbei ist, ist die perfekte Gelegenheit, euch verschiedene leckere Brotrezepte vorzustellen. Natürlich macht das Selbermachen hier ein bisschen mehr Arbeit, als schnell mal zum Bäcker zu gehen. Gerade das Abendbrot oder die Sonntagsbrötchen hole ich auch oft noch beim Bäcker, wenn einfach nicht genug Zeit ist oder ich zu faul bin. Aber Toastbrot zum Beispiel habe ich schon ewig keines mehr gekauft. Dazu später mehr 🙂

Auch sind ein paar Hilfsmittel mit der Zeit unerlässlich, die man nicht standardmäßig im Haushalt hat, wie zum Beispiel ein Gärkörbchen oder ein Brotbackstein (für den Anfang geht es aber auch ohne). Aber wenn es euch Spaß macht und ihr den Unterschied mal geschmeckt habt, werdet ihr vielleicht auch feststellen, dass es sich durchaus lohnt! Schließlich ist das Beste daran auch hier, dass ihr genau wisst, was drin ist und was ihr euch und evtl. euren Kindern da einverleibt (was man vor allem von den Discounter-Backwaren aus dem Automaten ja nicht gerade behaupten kann…).

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Ketchup selbstgemacht

Ok, die Grillsaison ist eigentlich vorbei (wobei – bei dem Wetter…) und auch die Tomaten wachsen nicht mehr im Garten. Aber Ketchup braucht man ja doch immer mal wieder. Außerdem habe ich ein total leckeres Rezept mit einer Geheimzutat, die gerade Saison hat: Hagebutten.

Hier findet ihr ein Rezept für – eigentlich süßes – Hagebuttenmark, aber wenn ihr vor dem Einkochen mit Zucker einen Klecks davon abzweigt, bleibt es relativ herzhaft und verleiht dem Ketchup eine feine, einzigartige Note!

Was noch gut an dem Rezept für selbstgemachtes Ketchup ist: es ist kein Gramm (Industrie-)Zucker drin und damit super für Kleinkinder und alle, die den Konsum ein wenig einschränken wollen. Die Süße gewinnt dieses Ketchup aus getrockneten Aprikosen, die eben nur Fruchtzucker enthalten und zusätzlich für eine tolle Konsistenz des Ketchups sorgen.

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Salatdressing auf Vorrat

Früher haperte es bei mir in Sachen Salat-Essen oft daran, dass ich keine Lust hatte, ein Dressing anzurühren. Dauerte zu lange, war zu umständlich, schmeckte oft zu sehr nach Essig. Und wenn ich dann nach ewigem Herumprobieren eine gute Zusammenstellung gefunden hatte, hatte ich sie mir natürlich nicht gemerkt und es beim nächsten Mal nicht mehr genau so hinbekommen.

Auch die Industrie hat darauf natürlich eine Antwort gefunden und so kann man fertiges Dressing und nunmehr seit Längerem auch schon fertig geschnippelten Salat in Plastiktüten kaufen. Dass das alles andere als gesund sein kann, hat sich mittlerweile zum Glück schon herumgesprochen. Mehrere Tests wiesen Schadstoffe, schädliche Keime und Bakterien in den Fertigsalaten nach. Hinzu kommt der absolut unnötige Plastikmüll.

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Apfelessig selbstgemacht

Der erste Essig aus den Äpfeln aus unserem Garten ist so gut wie fertig und ich bin begeistert! Nur aus Wasser, Äpfeln und etwas Zucker habe ich quasi umsonst rund 2,5 Liter feinen natürlichen Essig hergestellt und es hat wirklich kaum Arbeit gemacht. Das Einzige, was ihr braucht, ist ein wenig Geduld.

Natürlich kostet der Essig im Supermarkt auch nicht die Welt, aber das Selbermachen macht einfach Spaß und ihr wisst genau, was drin ist. Mit Äpfeln aus dem eigenen Garten ist der Essig daher in Sachen Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität unschlagbar.

Apfelessig ist obendrein sehr gesund, da er sämtliche Vitamine und Nährstoffe aus den Äpfeln enthält. Drei Esslöffel davon in einem Glas warmen Wasser helfen als Hausmittel bei Halsschmerzen, er kann außerdem dabei helfen, den Blutzucker zu senken und nicht zuletzt ist er ein absolutes Wundermittel für Haut und Haare. Zudem enthält er nur rund 0,4 g Zucker auf 100 ml (zum Vergleich Balsamico-Essig: 15 g auf 100 ml!).

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